Kohlenhydrate und Fette als Dickmacher in der Kritik.

Brot, Nudeln, Butter und Co.?

Fette liefern doppelt so viele Kalorien wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten oder Eiweiß. Zudem liegt unser Fettkonsum im Schnitt weit über den Empfehlungen. Gründe genug, warum unser Fettkonsum lange als Hauptursache für das immer mehr steigende Übergewicht galt. Heute werden aber auch Kohlenhydrate dafür verantwortlich gemacht, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Deutschen zu viele Pfunde auf die Waage bringt.

Mit Kohlenhydraten in die Insulinfalle.

Damit der Körper Kohlenhydrate verstoffwechseln kann, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Und dieses Hormon sorgt dafür, dass der aus den Kohlenhydraten erzeugte Blutzucker in die Körperzellen gelangt. Doch Insulin gibt gleichzeitig den Fettzellen das Signal, weniger Fette als Energiestoffe bereitzustellen. So bleibt das Fett an Hüfte, Po oder Taille – und das Gewicht oben.

Nudeln als Kohlenhydratquelle

Nudeln zählen zu den kohlehydrathaltigen Lebensmitteln

Viele Kohlenhydratquellen stören das Abnehmen.

Erst nachts, wenn wir nichts mehr essen, sinkt der Insulinpegel im Blut ab. Dann kann der Körper die Fettzellen als Haupt-Energiequelle nutzen, und die Fettpolster schmelzen. Wer sich aber kurz vor der Nachtruhe Kohlenhydrate zum Beispiel in Form von Brot, Nudeln, Reis, Schokolade oder Kartoffeln gönnt, treibt damit den Insulinwert nochmals hoch und gleichzeitig die Fettverbrennung in den Keller. So kommt es in der Nacht erst spät zu einem Fettabbau. Deshalb sind Kohlenhydrate am Abend ungünstig für alle, die einige Kilos verlieren möchten, um beispielsweise entzündete Gelenke zu entlasten. Wichtig zu wissen: Je nach Kohlenhydratquelle steigt der Blutzucker schneller oder langsamer an und entsprechend produziert die Bauchspeicheldrüse mehr oder weniger Insulin. Experten sprechen von einer glykämischen Last. Günstig für den Abnehmerfolg sind Kohlenhydrate mit geringer glykämischer Last. Dazu gehören Hülsenfrüchte. Eine mittlere glykämische Last haben viele Obstsorten, allerdings nur bei Portionsgrößen von 100 bis 150 Gramm. Die Banane macht beim Obst eine Ausnahme. Sie hat genau wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und natürlich auch Zucker eine hohe glykämische Last. All das ist abends nicht zu empfehlen, wenn die Pfunde purzeln sollen.

Die glykämische Last (GL) gibt an, wie stark der Blutzucker steigt, nachdem eine bestimmte Menge eines Lebensmittels gegessen wurde. Bei einem schnellen Blutzuckeranstieg schüttet der Körper viel Insulin aus, was das Abnehmen erschwert.

Wer abnehmen will, bevorzugt daher abends Lebensmittel mit wenig Kohlenhydraten sowie (!) Lebensmittel, deren Kohlenhydrate langsam ins Blut gehen. Gut wären beispielsweise Salate mit viel Gemüse und Hülsenfrüchten als Sattmachern. Wer abends keinen Salat verträgt, kann sich auch schnell eine Gemüsesuppe heiß machen. Sie liegt nicht lange im Magen und lässt sich zudem noch gut vorbereiten. Einfach aufwärmen und genießen! Ungünstig sind Fruchtsäfte, weil sie sofort vom Magen weitergegeben werden und ihr Zucker auf schnellstem Wege vom Darm ins Blut transportiert wird. Nur wer abnehmen möchte, sollte sich abends kohlenhydratbewusst ernähren. Der bewusste Verzicht auf Kohlenhydrate aus Brot, Nudeln oder Kartoffeln hat ansonsten keine nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteile. Ganz im Gegenteil: Kohlenhydrate so weit wie möglich aus seiner Ernährung zu verbannen, kann zu einem Nährstoffmangel führen. Außerdem benötigen besonders unsere Nerven Kohlenhydrate als Energiequelle.

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