Abnehmen mit Rheuma

Obst und Gemüse helfen beim Abnehmen.

„5 am Tag“ heißt eine international anerkannte Ernährungsleitlinie zur gesunden Ernährung. Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich halten Herz und Kreislauf fit und senken das Risiko von Infarkten und Schlaganfällen. Auch Rheumakranke profitieren von der einfachen Regel, denn mit mehr Obst und Gemüse erreicht man auf bestem Wege sein Normalgewicht und sorgt für reichlich antientzündliche Radikalfänger im Essen.

Leichter mit „5 am Tag“.

Um die Gelenke nicht mehr als nötig zu belasten, lohnt es sich, sein Normalgewicht zu erreichen. Das klappt am besten mit weniger Fett und weniger schnell verfügbaren Kohlenhydraten. Also weniger Wurst und Käse, weniger Süßes, weniger Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis. Manch einer mag sich fragen: Was darf ich dann überhaupt noch essen? Die Lösung: reichlich Obst und Gemüse. Fünf Portionen sind das Ziel und bereits drei Portionen schützen nachweislich Ihre Gesundheit. Obendrein wird der Hunger nach fetten Lebensmitteln reduziert, sodass sich der Abnehm-Erfolg von ganz allein einstellt.

Eine Portion bedeutet in etwa das, was Sie mit einer Hand greifen können bzw. was in eine Hand passt: Ein großer Apfel, eine Paprikaschote oder drei Tomaten sind bereits eine Portion – bei kleinen Händen entsprechend weniger! Obst und Gemüse liefern mit wenigen Ausnahmen wie Oliven oder Avocados so gut wie kein Fett. Und die Kohlenhydrate aus den allermeisten Früchten gehen langsamer ins Blut als die Kohlenhydrate aus der gleichen Menge Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Gut für die schlanke Linie, weil die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produzieren muss und somit den Fettabbau nicht bremst.

Hinweis:

Optimal sind 3x Gemüse plus 2x Obst pro Tag. Einmal darf es auch ein Saft sein. Mit Obstmüsli, drei Tomaten und einem Gemüsesaft kommen schon zum Frühstück drei Portionen zusammen.1

Beeren bei Rheuma

Eine Hand voll Beeren gilt als eine Portion.

Mit „5 am Tag“ Rheuma vorbeugen.

Leider fehlen große wissenschaftliche Studien, doch Experten halten es für durchaus möglich, dass viel Gemüse und Obst einer Rheumatoiden Arthritis (RA) vorbeugen.2 Selbst wer bereits unter entzündlichem Gelenkrheuma litt, konnte mit einem geringen Anstieg seines Obst- und Gemüsekonsums von drei auf knapp vier Portionen die Symptome deutlich lindern. Deshalb besser die Scheibe Käse auf dem Brot gegen Tomatenscheiben austauschen und die Spaghetti statt mit fetter Bolognese demnächst mit einer eingekochten, würzigen Tomatensoße genießen.

Obst und Gemüse: Mal roh und mal gekocht – ganz wie’s gefällt.

Gerade am Abend liegen Salat und auch Obst bei vielen oft allzu schwer im Magen. Wer Rohkost nicht verträgt, sollte Karotten oder Chinakohl kurz kochen und Früchte als Kompott genießen. Zwar geht ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine dabei verloren. Andererseits kommt der Körper zum Beispiel bei Karotten und Tomaten erst dann in den vollen Genuss der wichtigen antientzündlichen Carotinoide, wenn das Gemüse erhitzt wurde. Greifen Sie auch gern einmal zu Gemüsesuppen: diese sind leichter zu verdauen als Rohkost und eignen sich somit ideal als Abendessen.

Fasten – schnelle Hilfe ohne Lerneffekt.

Die schnellsten Abnehmerfolge liefert das Fasten. Mit Brühe, Kräutertee, viel Wasser und bei Bedarf auch etwas Buttermilch purzeln die Pfunde. Zudem steigert der Körper den Cortisonspiegel. Davon profitieren Patienten mit entzündlichem Rheuma, weil die Schmerzen nachlassen und die Gelenke beweglicher werden. In vier Wochen verliert der Fastende bis zu 13 Kilo, davon allerdings 5 Kilo Eiweiß. Weil eine Rheumatoide Arthritis (RA) den Körper belastet, sollten Fastenkuren nur bei übergewichtigen Patienten und unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Ein weiterer Nachteil: Beim Fasten wird nicht gekocht und nicht gegessen. So lernt niemand, wie er sich nach dem Fasten besser und gesünder ernähren kann.

Mit süßen Früchten zur schlanken Linie!

Highlight Rheumatoide Arthritis

Kohlenhydrate aus den allermeisten Früchten gehen langsamer ins Blut als die Kohlenhydrate aus der gleichen Menge Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Gut für die schlanke Linie, weil die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produzieren muss und somit den Fettabbau nicht bremst.

Referenzen

  • Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. 2013, Merkblatt Art.-Nr. 122402, 9. Auflage
  • Stellungnahme Gemüse und Obst in der Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten, DGE 2012, S. 21 Eur J Nutr. 2012 Sep; 51(6): 637 – 663. Critical review: vegetables and fruit in the prevention of chronic diseases
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