Nicht rauchen mit Rheuma

Nicht rauchen – schon gar nicht bei Rheuma!

Dass Rauchen Lungenkrebs fördert, Herz und Kreislauf schädigt und das Altern beschleunigt, ist nicht neu. Bei einer Rheumatoiden Arthritis (RA) gilt allerdings ganz besonders: Schluss mit dem Rauchen. Die inhalierten Gifte überfluten den Körper mit freien Radikalen. Hochaggressiv greifen sie Körperzellen und sogar den Zellkern an. Zur Abwehr setzt der Körper Radikalfänger ein, die ein Rheumatiker eigentlich dringend bräuchte, um das Entzündungsgeschehen zu beruhigen.

Erhöhter Vitaminbedarf bei Rauchern.

So weiß man, dass der Bedarf an dem Radikalfänger Vitamin C bei Rauchern um immerhin 50 Prozent höher liegt. Rauchen ist daher ein Vitamin-C-Dieb und damit die Nichtraucher-Empfehlung bei entzündlichem Rheuma auch ein Ernährungstipp: Denn niemand kann sagen, welche lebenswichtigen Nährstoffe uns neben dem Vitamin C durch den Zigarettenkonsum gestohlen werden. Und ob sich der Nährstoff-Diebstahl auch bei bester Ernährung so schnell ausgleichen lässt, dass die entzündet Gelenke durch die Flut der freien Radikale nicht weiter geschädigt werden, darf bezweifelt werden.

Rauchstopp, um Arthritisfolgen zu mindern.

Damit bei Rheumapatienten die Medikamente optimal wirken, sollten sie nicht rauchen. Nikotin behindert manche Arzneimittel, so dass sie weniger wirken. Zudem zeigt sich, dass Rauchen das Fortschreiten der rheumatisch-entzündlichen Erkrankung beschleunigt. Die Beschwerden nehmen schneller zu und verstärken sich. Das zeigen verschiedene aktuelle Studien, die unter anderem an der Berliner Charité durchgeführt wurden.1-8

Hinweis:

Highlight Rheumatoide Arthritis

Eine einfache Möglichkeit,das Risiko für eine rheumatoide Arthritis (RA) zu verringern und ihr vorzubeugen, ist der Verzicht auf die Zigarette.

Referenzen

  • Sugiyama D. et al. Impact of smoking as a risk factor for developing rheumatoid arthritis: A meta-analysis of observational studies. AnnRheum Dis 2010; 69: 70 – 81
  • Lahiri M. et al. Modifiable risk factors for RA: prevention, better than cure? Rheumatology 2012; 51: 499512
  • Müller-Ladner U. et al. Cardiovascular risk management in patients with inflammatory arthritis: what is good for the joint is good for the heart and vice versa! F1000 Medicine Reports 2010, 2:27 (doi:10.3410/M2-27)
  • Saevarsdottir S. et al. Patients with early rheumatoid arthritis who smoke are less likely to respond to treatment with methotrexate and tumor necrosis factor inhibitors: Observations from the epidemiological investigation of rheumatoid arthritis and the Swedish rheumatology register cohorts. Arthritis & Rheumatism 2011; 63: 26 – 36
  • Abhishek A. et al. Anti-TNF-alpha agents are less effective for the treatment of rheumatoid arthritis in current smokers. Journal of Clinical Rheumatology 2010; 16: 15 – 18
  • Masdottir B. et al. Smoking, rheumatoid factor isotypes and severity of rheumatoid arthritis. Rheumatology 2000; 39: 1202 – 1205
  • Klareskog L. et al. A New Model for an Etiology of Rheumatoid Arthritis. Arthritis & Rheumatism 2006; 54: 38 – 46
  • Westhoff G. et al. Rheumatoid arthritis patients who smoke have a higher need for DMARDs and feel worse, but they do not have more joint damage than non-smokers of the same serological group. Rheumatology 2008; 47: 849 – 854
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