4. Einfacher Ölwechsel in der Küche

Bei Rheuma helfen auch die richtigen Speiseöle. Bevorzugen Sie für Salate und Dips Walnuss- und Leinöl mit ihren vielen entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Zum Braten und Dünsten empfehlen sich Olivenöl und Rapsöl. Dank ihrer einfach ungesättigten Fettsäuren vertragen diese Öle auch höhere Temperaturen.

Gerade bei Fetten und Ölen lohnt es, die schlechten von den guten zu unterscheiden. Weil gesättigte Fettsäuren aus Butter, Schmalz, Kokos- oder Palmkernfetten zu Ablagerungen an den Blutgefäßen beitragen, sollten sie gegen Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren ausgetauscht werden.

Wenn es heiß her geht

In die Pfanne oder den Topf geben Sie besser Raps-, Oliven- oder das aus der Asiaküche bekannte Erdnussöl. Alle drei vertragen höhere Temperaturen bis ca. 180 Grad, weil sie überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen, denen auch hitzige Bratsituationen nicht viel ausmachen.

Für die kalte Küche

Ganz anders die übrigen Pflanzenöle mit hauptsächlich mehrfach ungesättigten Fettsäuren: Sie gehören in die kalte Küche, wo sie Dressings, Aufstrichen und Dips Geschmack geben. Unter diesen Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollten Rheumatiker diejenigen mit vielen Omega-3-Fettsäuren bevorzugen, weil der Körper aus ihnen entzündungshemmende Substanzen aufbaut. Wechseln Sie also Distel-, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl gegen Walnuss- oder Leinöl aus. Nur diese beiden Rohkostöle bieten einen besonders hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Das Walnussöl passt in fast jeden Salat, während das sehr geschmacksintensive, manchmal bittere Leinöl sich im Quarkdip zu Pellkartoffeln oder mit Tomatenmark in der Cocktailsauce gut macht.

Nüsse und Samen

Genau wie bei den Ölen, so gilt auch bei Nüssen und Samen, dass solche mit einem hohen Omega-3-Fettsäure-Anteil zu bevorzugen sind. Unter den Nüssen zählen daher die aromareichen Walnüsse zu den Besten. Und in der Gruppe der Samen und Kerne stehen Leinsamen ganz oben im Gesundheitsranking. Diese sollten in keiner Müslimischung fehlen oder auch häufiger über einen Salat oder eine Suppe gestreut werden. Allerdings immer zuvor frisch schroten. Nur so kommt der Körper an die heilsamen Fettsäuren heran. Ganzer Leinsamen quillt nur auf, regt die Darmtätigkeit an, wird aber auch so wieder ausgeschieden.

Tipp

Sollten Sie auf den Buttergeschmack nicht verzichten wollen, braten und kochen Sie mit Rapsöl und geben erst kurz vor dem Servieren noch ein Flöckchen Butter über die Speisen.

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