5. Bei Milch, Quark & Co. darf es fettarm sein

Steigen Sie um auf fettarme Milchprodukte. Diese liefern weniger Fett und Kalorien, enthalten aber noch alle für Milchprodukte wesentlichen Vitamine und vor allem viel Kalzium für die Knochen. Sie sollten nur bei einer Allergie auf Milchprodukte verzichten.

In Deutschland können gut 80 % der Menschen Milch und Milchprodukte gut vertragen. Ihr Darm produziert genügend Enzyme, um den Milchzucker (Laktose) zu verdauen. So können die meisten Menschen die nährstoffreichen Milchprodukte problemlos genießen. Gut so, denn diese liefern das Stoffwechselvitamin B2 und stärken mit reichlich Kalzium die Knochen. Vitamin D hilft dabei, das Kalzium optimal zu nutzen. Wir können Vitamin D dank des Sonnenlichts selbst herstellen oder mit reichlich fettem Seefisch aufnehmen.

Fettauge sei wachsam

Menschen mit entzündlichem Rheuma oder Gewichtsproblemen sollten den Fettgehalt ihrer Milchprodukte im Auge behalten. Weil die meisten Aromastoffe fettlöslich sind, steigt mit dem Fettgehalt des Käses sein Geschmack – aber gleichzeitig auch das Übergewichtsrisiko. Zudem liefern diese tierischen Fette den Entzündungsstoff Arachidonsäure, der entzündliches Rheuma verstärkt. Daher besser auf fettärmere Milch und Milchprodukte umsteigen.

Fettarm, aber nährstoffreich

Fehlt den mageren Milchprodukten ein Großteil ihres Fettes, schwinden auch die fettlöslichen Vitamine wie Vitamin D, E oder Beta-Carotin. Doch hiervon hat die Milch ohnehin wenig zu bieten. Der Verlust ist entsprechend gering. Anders beim Kalzium für die Knochen und dem Vitamin B2 für den Stoffwechsel. Weil sich diese Nährstoffe in Wasser und nicht im Fett lösen, bleiben sie erhalten, auch wenn das Fett als Sahne oder Rahm von der Milch abgeschöpft wird.

Milchprodukte mit weniger Fett müssen nicht mager schmecken

Gehen Sie mal auf Entdeckungsreise an der gut gefüllten Käsetheke Ihres Supermarktes. Sie werden erstaunt sein, wie viele Käsesorten auch mit 30 % Fett in der Trockenmasse (F. i. Tr.) schmecken können. Beim Quark fehlt der mageren Version, mit nicht mal 0,5 % Fett, die Cremigkeit. Doch etwas sprudelndes Mineralwasser, das Sie kurz unterrühren, verleiht dem Magerquark schnell und kalorienfrei seinen sahnigen Schmelz.

Statt Sahne oder Crème fraîche zum Andicken und Abrunden von Saucen und Suppen tut es auch ein sehr magerer Frischkäse mit 5 % Fett oder besser noch weniger. Damit sich das darin enthaltene Wasser nicht absetzt, geben die Hersteller in den Frischkäse natürliche Bindemittel wie Johannisbrotkernmehl oder das aus Algen gewonnene Carrageen hinein. Damit dicken auch Saucen oder Suppen hervorragend an. Einfach je nach gewünschter Konsistenz 50 bis 200 Gramm mageren Frischkäse in einen halben Liter Flüssigkeit geben, mit einem Schneebesen aufschlagen und dabei aufkochen – schon zieht die Flüssigkeit an und das Cremesüppchen oder die Sauce ist perfekt.

Mythos Milch als Rheumaauslöser

Oft wird bei Rheuma vor Milch gewarnt, weil sie Allergien auslöst. Hingegen stellt nun die Harvard Medical School in Boston fest, dass der Genuss von Magermilch und fettarmer Milch die fortschreitende Arthritis verlangsamt. Allerdings trat der Effekt nur bei Frauen auf. Die genauen Gründe müssen noch erforscht werden. Die Experten raten von Milch nicht ab, warnen aber vor den reichlich vorhandenen gesättigten Fettsäuren in vollfetter Milch und Milchprodukten.

Hinweis

Seien Sie wachsam bei der Auswahl Ihrer Light-Produkte, denn Light ist nicht gleich kalorienarm. Fruchtjoghurts oder Milchshakes aus Magermilch enthalten oft reichlich Zucker, um ihnen mehr Geschmack zu geben. Dadurch liefern sie auch mit wenig Fett reichlich Kalorien.

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