6. Zucker und Salz mit Bedacht verwenden

Drosseln Sie Ihren Hunger auf Süßes schrittweise und meiden Sie neben Zucker auch Süßmittel. Durch den Einsatz von Süßmitteln gewöhnt sich der Gaumen erst recht an den süßen Geschmack. Ähnlich verhält es sich beim Salz, das bei vielen den Blutdruck hochtreibt; also besser mit reichlich Kräutern würzen und Salz immer mehr reduzieren.

Zucker und Salz sind aus keiner Küche wegzudenken, denn süß und salzig spürt die Zunge sofort. Dafür hat sie Tausende von spezifischen Geschmacksknospen. Doch leider umschmeicheln wir den Gaumen viel zu sehr damit. Wir lassen uns doppelt so viel Zucker schmecken wie offiziell empfohlen. Und beim Salz überschreiten immerhin 75 % der Männer und fast 70 % der Frauen die empfohlene Menge von 6 Gramm am Tag.

Achtung: Kalorienbombe

Zucker liefert dem Körper nichts außer Kalorien. Zwar raubt er keine Vitamine und greift auch nicht die Knochen an – diese alten Verdächtigungen sind längst widerlegt – doch er trägt neben dem Fett die Hauptschuld am Übergewicht. Warum uns Zucker so gut schmeckt, ist leicht zu erklären: Seit dem ersten Schluck süßer Muttermilch verbinden wir mit Süßem oft ein Gefühl der Geborgenheit. Werden Kinder beispielsweise in Form von Schokolade, Eis oder Keksen belohnt, verstärkt sich dieser psychologische Effekt, so dass in späteren Jahren bei Frust und Langeweile Süßigkeiten zu beliebten Tröstern werden und sich langsam Kummerspeck aufbaut. Dabei ist Süßes nicht verboten. Früchte schmecken süß und sind nur zu empfehlen, denn sie liefern wertvolle Vitamine und Mineralien.

Tab. 1: Phänotypische PsA-Subtypen anhand des Gelenkbeteiligungsmusters 9, 20, a

Achten Sie beim Einkauf auf die Zuckerwerte, die auf den meisten Lebensmitteln angegeben werden. Um von allzu viel Zucker wegzukommen und somit Kalorien zu sparen, werden künstliche Süßstoffe und mittlerweile auch der natürliche Süßstoff Stevia empfohlen. Zum Süßen reichen geringste Mengen, die fast keine Kalorien liefern. Für alle Süßstoffe gelten Grenzwerte, um eine Gesundheitsgefahr auszuschließen, insbesondere für Kinder, die täglich in größerem Umfang mit Süßstoffen gesüßte Limonaden trinken. Trotzdem gilt: besser keine Süßstoffe. Denn schnell wächst die Gefahr, dass deren starke Süße das Geschmacksempfinden verändert. Dann schmeckt vitaminreiches Obst nicht süß genug und wird durch Schokoriegel oder gezuckerten Joghurt ersetzt.

Gesundheit nicht versalzen

Ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Bluthochdruck und besitzt ein deutlich höheres Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Etwa die Hälfte davon – also in Deutschland rund 10 Millionen Menschen – könnten den Blutdruck senken durch konsequent weniger Salz im Essen. Auch den Übrigen schadet ein sparsamerer Umgang mit den weißen Würzkristallen in aller Regel nicht. Menschen mit Rheumatoider Arthritis könnten ganz besonders davon profitieren: Eine aktuelle schwedische Studie zeigt, dass weniger Salz das Rheumarisiko mindert – allerdings nur bei Rauchern. Bei Nichtrauchern, die ohnehin weniger gefährdet sind, hatte Salz keinen Einfluss.1

Würzige Kräuter und Gewürze statt Salz

Sich salzarm zu ernähren, ist schwer, weil viele Fertiglebensmittel wie Brot, Käse, Wurst oder auch Pizza und Nudelgerichte sehr viel Salz enthalten. Erster Schritt kann sein, den Zusatz von Salz möglichst zu meiden. Besser mit reichlich Kräutern würzen und dann nur bei Bedarf noch wenig nachsalzen. Versuchen Sie sich langsam an eine salzärmere Ernährung zu gewöhnen, indem Sie zum Würzen deutlich mehr Kräuter verwenden.

Tab. 1: Phänotypische PsA-Subtypen anhand des Gelenkbeteiligungsmusters 9, 20, a

  1. 1. Sundström B. et al. Interaction between dietary sodium and smoking increases the risk for rheumatoid arthritis: results from a nested case-control study. Rheumatology (Oxford). 2015 Mar;54(3):487–93

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