Kräuter zum Würzen bei Rheuma

Bei Rheuma gilt: Zucker und Salz mit Bedacht verwenden.

Zucker und Salz sind aus keiner Küche wegzudenken, denn süß und salzig spürt die Zunge sofort. Dafür hat sie Tausende von spezifischen Geschmacksknospen. Doch leider umschmeicheln wir den Gaumen viel zu sehr damit. Wir lassen uns doppelt so viel Zucker schmecken als offiziell empfohlen. Und beim Salz überschreiten immerhin 75 Prozent der Männer und fast 70 Prozent der Frauen die empfohlene Menge von 6 Gramm am Tag.

Achtung, Kalorienbombe.

Zucker liefert dem Körper nichts außer Kalorien. Zwar raubt er keine Vitamine und greift auch nicht die Knochen an – diese alten Verdächtigungen sind längst widerlegt - doch er trägt neben dem Fett die Hauptschuld am Übergewicht. Warum uns Zucker so gut schmeckt, ist leicht zu erklären: Seit dem ersten Schluck süßer Muttermilch verbinden wir mit Süßem oft ein Gefühl der Geborgenheit. Werden Kinder beispielsweise in Form von Schokolade, Eis oder Keksen belohnt, verstärkt sich dieser psychologische Effekt, so dass in späteren Jahren bei Frust und Langeweile Süßigkeiten zu beliebten Tröstern werden und sich langsam Kummerspeck aufbaut. Dabei ist Süßes nicht verboten. Früchte schmecken süß und sind nur zu empfehlen, denn sie liefern wertvolle Vitamine und Mineralien. Kommen statt der Früchte Aromen und Zucker in den Joghurt, fehlt es an diesen lebenswichtigen Nährstoffen.

Die folgende Übersicht zeigt, wie viel Zucker sich in einigen Snacks/Getränken befindet:

Snack/Getränk Zuckergehalt
Fruchtjoghurt (200 g) bis zu 30 Gramm
Milchmixgetränk (500 ml) bis zu 62 Gramm
Cola (500 ml) bis zu 53 Gramm
Fruchtriegel (50 g) bis zu 24 Gramm

Achten Sie beim Einkauf auf die Zuckerwerte, die auf den meisten Lebensmitteln angegeben werden. Um von allzu viel Zucker wegzukommen und somit Kalorien zu sparen, werden künstliche Süßstoffe und mittlerweile auch der natürliche Süßstoff Stevia empfohlen. Zum Süßen reichen geringste Mengen, die fast keine Kalorien liefern. Für alle Süßstoffe gelten Grenzwerte, um eine Gesundheitsgefahr auszuschließen, insbesondere für Kinder, die täglich in größerem Umfang mit Süßstoffen gesüßte Limonaden trinken. Trotzdem gilt: besser keine Süßstoffe. Denn schnell wächst die Gefahr, dass deren starke Süße das Geschmacksempfinden verändert. Dann schmeckt vitaminreiches Obst nicht süß genug und wird durch Schokoriegel oder gezuckerten Joghurt ersetzt.

Gesundheit nicht versalzen.

Ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Bluthochdruck und besitzt ein deutlich höheres Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Etwa die Hälfte davon – also in Deutschland rund 10 Millionen Menschen – könnten den Blutdruck senken durch konsequent weniger Salz im Essen. Auch den Übrigen schadet ein sparsamerer Umgang mit den weißen Würzkristallen in aller Regel nicht. Menschen mit Rheumatoider Arthritis (RA) könnten ganz besonders davon profitieren: Eine aktuelle schwedische Studie zeigt, dass weniger Salz das Rheumarisiko mindert – allerdings nur bei Rauchern. Bei Nichtrauchern, die ohnehin weniger gefährdet sind, hatte Salz keinen Einfluss.1 Mehr dazu erfahren Sie HIER

Würzige Kräuter und Gewürze statt Salz.

Sich salzarm zu ernähren, ist schwer, weil viele Fertiglebensmittel wie Brot, Käse, Wurst oder auch Pizza und Nudelgerichte sehr viel Salz enthalten. Erster Schritt kann sein, den Zusatz von Salz möglichst zu meiden. Besser mit reichlich Kräutern würzen und dann nur bei Bedarf noch wenig nachsalzen. Versuchen Sie sich langsam an eine salzärmere Ernährung zu gewöhnen, indem Sie zum Würzen deutlich mehr Kräuter verwenden.

KÜCHENKRAUT PASST GUT ZU HINWEIS
Basilikum Fruchtgemüse, Käse Nur kurz mitgaren, am besten roh
Bohnenkraut Frischen Bohnen, Eintöpfen, Gulasch Mitgaren
Dill Fisch, Eiergerichten, Quark Nie mitgaren
Kresse Blattsalat, Eiergerichten, Quark Nie mitgaren
Liebstöckel Eintöpfen, Kartoffelgerichten, Fleisch Mitgaren, vorsichtig dosieren
Oregano Pizza, Quark, Fleisch, Fruchtgemüse Mitgaren
Petersilie Kartoffeln, Gemüse, Pilzen, Salaten Nur kurz mitgaren, am besten roh
Rosmarin Fleisch, Gegrilltem, Kartoffeln, Gemüse Mitgaren, vorsichtig dosieren
Schnittlauch Quark, Salaten, Suppen, Eiergerichten Nicht mitgaren
Thymian Pizza, Quark, Pilzen, Fleisch, Gemüse Mitgaren

Tipp:

Highlight Rheumatoide Arthritis

Auch salzarme Sojasaucen-Varianten sind wegen ihrer enthaltenen Aromen eine gute Möglichkeit, mit wenig Salz für reichlich Würze zu sorgen.

Kräuter, Würzen, Rheuma

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Referenzen

  • Sundström B. et al. Interaction between dietary sodium and smoking increases the risk for rheumatoid arthritis: results from a nested case-control study. Rheumatology (Oxford). 2015 Mar;54(3):487-93
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