Bewegung und gesunde Ernährung – ergänzende Maßnahmen zur medizinischen Therapie

Mehr Bewegung und gesundes Essen können medizinische Therapien bei Rheuma nicht ersetzen, sie können jedoch Beschwerden lindern und die Lebensqualität erhalten oder verbessern.

Auf die Plätze, fertig, los!

Mit Bewegung und geeigneten Sportarten leisten Sie einen Beitrag für Ihre Gesundheit. Sport und Bewegung haben sowohl einen vorbeugenden als auch einen verbessernden direkten und psychologischen Effekt bei

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. Arthrose, Wirbelsäulenveränderungen, entzündlich-rheumatisch Erkrankungen)
  • Herz-Kreislauferkrankungen (z. B. Herzkranzgefäßverengung, Bluthochdruck, Venenleiden)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Diabetes)
  • Lungenerkrankungen (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
  • Neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen (z. B. Depression, Psychose, Demenz)

Sie brauchen dabei keine Angst zu haben, dass Sie Ihren Gelenken schaden, denn zwischen Schmerzentstehung und Immobilität besteht ein wechselseitiger Zusammenhang: Aufgrund der Schmerzen kommt es zu Verspannungen in der Muskulatur, die wiederum dazu führen, dass Sie unwillkürlich eine Schonhaltung einnehmen. Diese wiederum führt dazu, dass die Gelenke in ihrer Bewegung eingeschränkt werden, was wiederum Schmerzen hervorruft. Besonders RA-Patienten mit Gelenkschäden wird daher geraten, sich moderat sportlich zu betätigen.1
Welche Sportarten geeignet sind, finden Sie unter Sport.

Es ist wichtig, dass Sie eine Sportart finden, die Sie begeistert. Walken oder Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren sind für Rheumatiker ideal.

Gesundes Essen bei Rheuma:
Was soll auf den Tisch? Was sollten Sie meiden?

Es gibt heute noch keine spezielle Rheumadiät , deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist. Aber es gibt Lebensmittel, die durchaus über entzündungshemmende Eigenschaften verfügen und andere, die Omega-6-Fettsäuren –Arachidonsäure- enthalten, die die Grundlage für entzündliche Botenstoffe bildet. Es empfiehlt sich daher die Ernährung umzustellen, den Konsum von arachidonsäurereichen Lebensmitteln wie z. B. Fleisch zu reduzieren und durch Fische, die viele gesunde Omega-3-Fettsäuren enthalten, zu ersetzen.2
Näheres dazu hier

Geben Sie pflanzlicher Ernährung den Vorzug!

Anstelle von Fleisch und fetten Produkten sollte viel auf den Teller kommen, was entzündungshemmend wirkt: z. B. Beeren und buntes Gemüse. Bevorzugen Sie auch Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren.

Ernährungstipps, Rezepte rheumatoide Arthritis

Auf dieser Website finden Sie Ernährungstipps und rheumagerechte Rezepte, die Ihnen dabei helfen, gesünder zu essen und zu trinken sowie dabei bewusster das Leben zu genießen.

Referenzen

  • Proschek D, Rehart S: Sport und rheumatoide Arthritis. Z Rheumatol. 2014; 73: 434–8. Decker E, Müller-Ladner U: Rheumatoide Arthritis. Systemische Entzündung und kardiovaskuläre Morbidität. Internist. 2013; 54: 434–40
  • Modifiziert nach Adam O.: Anti-entzündliche Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen. URL: http://www.rheuma-ernaehrung.de/ernaehrung/anti-entzuendliche-ernaehrung-bei-rheumatischen-erkrankungen/ Stand: 01/2017
Ernährung bei rheumatoider Arthritis (RA)

Behandlung mit Messer und Gabel

Beschwerden lassen sich auch mit der richtigen Ernährung verringern.

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